Schutzfaktoren

Prostatakrebs-Therapie kann man aktiv unterstützen.
Welche Schutzfaktoren könnte man anwenden?

Prostatakrebspatienten zeigen oft große Willenskraft. Sie versuchen aktiv, durch Lebens- und Ernährungsumstellungen ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Hier werden einige Maßnahmen vorgestellt, die Betroffene ergänzend zu einer Therapie anwenden können.

  • Ballaststoffe: Studien belegen, dass eine ballaststoffreiche Kost unter anderem auch mit einer niedrigen Rate an PCa-Neuerkrankungen zusammenhängt. Ballaststoffe sind komplexe Kohlenhydrate und für den Dünndarm unverdaulich. Sie verringern das freie Testosteron im Blutplasma. Bei dem freien Testosteron handelt es sich um das aktive Testosteron, das das Wachstum des Prostatakarzinoms anregt.1
  • Tomaten: Der tägliche Verzehr von Tomaten und Tomatenprodukten kann Studien zufolge zum Schutz vor PCa beitragen. Verantwortlich für die krebshemmende Wirkung ist das in Tomaten beinhaltete Lycopin. Obwohl reines Lycopin in Form von Präparaten (Kapseln) keine nachweisbaren Vorbeuge-Effekt gegen Prostatakrebs zeigte, könnte eine Einnahme im Rahmen einer Therapie des PCa sinnvoll sein.2
  • Brokkoli: Brokkoli kann bestimmten Tumorzellen entgegenwirken. Wie Studien zeigten, ist dafür eine Substanz mit dem Namen Sulforaphan verantwortlich. Bei Tumorzellen, denen ein spezielles Gen (PTEN) fehlt, konnte eine bedeutende Wirkung nachgewiesen werden: Sulforaphan kann die Neubildung und das Wachstum der Tumorzellen hemmen.3
  • Omega-3-Fettsäuren: Laut aktueller Studie können Omega-3-Fettsäuren bei Prostatakrebs eine hemmende Wirkung auf das Wachstum der Karzinomzellen erzielen. Fischöl enthält viel Omega-3-Fettsäuren. Der positive Effekt auf das PCa wird durch eine hohe Zufuhr an Fischölen und einen niedrigen Verzehr von Geflügel, Eiern und Pflanzenöl (Omega-6-Fettsäuren) verstärkt.4



Risikofaktoren Anzeichen und Symptome

QUELLEN:

  1. Hamm, M. et al. (2oo5): mit Tomaten und Soja bestens versorgt. Uro News, Ausgabe 2:48ff.
  2. Originalarbeit von Ellinger S. et al. (2009): Tomaten und Lykopin in Prävention und Therapie - Gibt es Evidenz bei Prostataerkrankungen? Aktuelle Urologie, Ausgabe 1.
  3. Ärztezeitung (14. Juli 2010) Ausgabe 130, Seite 4.
  4. Uro-News, Juli/August 2010, Ausgabe 7-8, Seite 44